Implantatwechsel/ Kapselfibrose

Logo Klinik am Rosental Leipzig 4x3

Wird ein Fremdkörper in den Körper eingebracht, so reagiert unser Organismus darauf. Anorganische Stoffe, wie Silikonimplantate, werden vom Körper als ungefährlich erkannt und der Organismus bildet eine Hülle, die sogenannte Kapsel. Das bedeutet, dass die Bildung einer Kapsel um Brustimplantate ein normaler Vorgang ist, der bei jeder Patientin stattfindet. Diese Kapsel ist in den meisten Fällen eine zarte und elastische Haut, die bei den Patienten keine Probleme bereitet.

Kommt es nun zu einer narbigen Veränderung mit Verdickung und Schrumpfung dieser Kapsel, spricht man von einer Kapselfibrose. Die Häufigkeit dieser Veränderung wird mit 1-5% angegeben und ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

So weiß man heute, dass Raucherinnen ein höheres Risiko für eine Kapselfibrose haben als Nichtraucherinnen. Nachblutungen, Entzündungen und Wundwasseransammlungen (Serome) erhöhen das Risiko ebenfalls. Besonders hoch ist die Gefahr einer Kapselfibrose bei Patientinnen, die sich z. B. wegen einer Brustkrebserkrankung einer Bestrahlung der Brust unterziehen mussten. Die Kapselfibrose tritt erst einige Zeit nach einer Brustvergrößerung, in den meisten Fällen im ersten Jahr nach der Operation auf, kann jedoch auch nach 10 Jahren noch entstehen. Da es sich um eine innere Vernarbung handelt, lässt sich eine Kapselfibrose nie sicher vermeiden.

Menü